Vor 80 Jahren begann wenige Wochen nach der Befreiung am 8. Mai 1945 die „Befreiung von Nationalsozialismus und Militarismus“. Mit diesem als „Entnazifizierung“ bekannten Prozess startete ein gesellschaftlicher Großversuch zur Aufarbeitung von Geschichte, der beispiellos war und bis heute ist. Er betraf alle Bevölkerungsschichten und Altersgruppen von Jugendlichen bis zu Rentnern.
Der Vortrag des Historikers Dr. Hans Hesse geht anhand des Beispiels der Entnazifizierung im Lande Bremen der Frage nach, ob in dieser Form der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit eine Befreiung oder eher ein Scheitern lag.
Dr. Hans Hesse, geboren 1961 in Bremen, Studium an der Freien Universität in Berlin-Dahlem, Promotion zum Thema „Entnazifizierung in Bremen und Bremerhaven“, veröffentlicht 2005 unter dem Titel Konstruktionen der Unschuld in der Schriftenreihe des Staatsarchivs Bremen. 2001 veröffentlichte er unter dem Titel Augen aus Auschwitz die Menschenversuche der Oldenburger Sinti-Familie Mechau im KZ Auschwitz. 2017 erschien die bisher umfangreichste Studie zu den „Stolpersteinen“ des Bildhauers Gunter Demnig.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Kulturbüro der Stadt Oldenburg.
Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.