Warum wir Nationalsozialisten sind!

Von Herbert Heitz

Oldenburg, 13. November

Zu Beginn der Woche, am Montag, hielt der Führer seine Rede zum 9. November. Heute, am Ende der Woche, beherrscht sie noch immer nicht nur die deutsche Oeffentlichkeit, sondern weit über die Grenzen unseres Vaterlandes hinaus die Presse Europas und der Welt. Und wahr scheinlich wird dies noch lange über den Wochenschluß hinaus der Fall sein. Wie aber kommt es, daß die Reden unseres Führers solch gewaltige Ausstrahlungen haben, während doch, wenn Churchill oder Roosevelt heute eine Rede halten, übermorgen kaum mehr ein Mensch in der Welt davon spricht — mit Ausnahme der

jüdischen Gazetten-Schreiber höchstens, die als Fachleute einer bestimmten Art von Reklame das anrüchige Gewerbe betreiben, das ihnen von den kaftanbekleideten und ringellockenbehängten jüdischen Alttrödlern her in Fleisch und Blut übergegangen ist: Schmutz und Schund in wertvolle Ware umzulügen? Schon wenn man die Reden der beiden Oberkriegsverbrecher in London und Washington denjenigen Adolf Hitlers rein äußerlich gegenüberstellt, erkennt man unschwer den Grund für ihre so gänzlich verschiedenen Auswirkungen. Hier sind zwei Welten.

Das Rednerpodium der plutokratischen Machthaber steht inmitten eines Klüngels kaltschnäuziger Geschäftemacher, die den Krieg zu unserer Vernichtung entfesselten, weil sie das neue Deutschland als bahnbrechenden Sozialstaat wie die Pest hassen. Sie

fürchten um ihre Geldsäcke, wenn die große Idee des deutschen Sozialismus auf die von ihnen beherrschten und niedergehaltenen Völker ansteckend wirken sollte, was ihnen unvermeidlich erscheint, falls Deutschlands nationalsozialistische Entwicklung ihren ungehinderten Fortgang

nimmt. Auch der andere Grund, der sie zum Kriege trieb, war geschäftlicher Natur. Es war

eine Art Verzweiflungsakt, um die wirtschaftlichen und sozialen Spannungen in ihren eigenen Ländern, deren sie mit ihrem abgewirtschafteten System nicht mehr Herr zu werden vermochten, wenn schon nicht zu beseitigen, so doch wenigstens eine Weile zu vertagen. Betrug doch vor diesem Kriege z. B. die Zahl der Arbeitslosen in den USA. nicht weniger als dreizehn Millionen! Der plutotratische Krieg gegen Deutschland ist also die Angelegenheit eines kleinen, jüdisch beherrschten Klüngels von Geschäftspolitikern, nichts weiter. Ihren Völkern und der Welt versuchen die Kriegsverbrecher zwar einzureden, sie zögen aus für Freiheit, Gerechtigkeit und Brot, die angeblich von den Nazis mit Füßen getreten würden. Aber an diesen jüdischen Schwindel, den besonders Roosevelt vor einigen Tagen wieder ganz groß aufgewärmt hat, und der die Tatsachen regelrecht auf den Kppf stellt, glauben allmählich um so weniger Menschen in der Welt, je mehr es deutlich wird, daß das plutokratische Ausbeutungs- und Hungersystem immer gräßlichete Orgien feiert, und je mehr Menschen unter diesem System leiden müssen. 

Die Millionen in England und in den USA, die mit Hungerlöhnen abgespeist werden und in immer kürzeren Abständen zu dem Verzweiflungsmittel des Streits greifen, oder die in den grauenhaften Elendsvierteln jenseits der protzigen Fassaden plutokratischer Paläste vegetieren müssen und die Kinder zum Betteln und Verbrechen anhalten, oder die Tausende, die als Kriegsbeschädigte mit ein paar Almosenpfennigen auf die Straßen geschickt werden — sie werden nicht satt von den heuchlerischen Phrasen, die ihre Zwingherren bei üppigen Diners, Wodka und Champagner an den Mann zu bringen suchen. Wo es sich aber gar um Fremdvölker handelt, wie um die Inder oder neuerdings um die Libanesen, da regieren die sogenannten Freiheitsbringer so brutal mit Hunger und Peitsche, daß nur ein heiseres Hohnlachen die Quittung sein kann auf den verlogenen Phrasenschwall von Brot und Gerechtigkeit, der an ihre Ohren schlägt. Vergeblich versuchen die Churchill und Roosevelt die Masken vor ihren Gesichtern festzuhalten; es gelingt nicht mehr. Und deshalb ist das Echo ihrer Reden so kümmerlich.

Das Rednerpodium unseres Führers sieht anders aus. Am 8 November stand es wiederum da, wo einst das Programm der nationalsozialistischen Bewegung verkündet wurde, in der Stadt wo die ersten 16 Blutzeugen des nationalsozialistischen Kampfes ihr Leben ließen. Die alten Kämpfer, die es umdrängten, wußten genau, als sie ihren Kampf begannen, daß ihnen nichts weniger bevorstand als ein leichter Weg; daß sie Not, Verfolgung, Entbehrung, Kerker und vielleicht auch den Tod zu erwarten hatten — alles andere jedenfalls, aber bloß keine „geschäftlichen“ Vorteile. Eine Schar von Idealisten, verschworen der nationalsozialistischen Idee und ihrem Schöpfer fest entschlossen, das deutsche Volk zum Erwachen zu bringen und ein neues sozialistisches Reich aufzurichten. Eine Mannschaft, die kraft ihres

Glaubens, ihres Einsatzes und der Unbedingtheit ihres Willens die gestellte Aufgabe löste.

Bahnbrecher, die schließlich das gesamte deutsche Volk zu einer einzigen Gemeinschaft von verschworenen Kämpfern zusammenschweißten. Dieses Volk aber kämpft heute bewußt um sein Leben! Und wenn wir, auf des Führers Worte lauschend, im Geiste jenen Saal in München vor uns sahen, so erstand vor uns gleichzeitig das Bild, wie um diesen Ring der alten Getreuen des Führers sich draußzen wiederum Ring um Ring deutscher Volksgenossen schloß, und wie so das ganze deutsche Volk in einem riesigen Kreis zusammengeballter Energien um den Führer sich drängte. Eine herrliche Bestätigung des Wortes, das er einmal sprach: „Ihr seid ich und ich bin ihr!“ Hier ruht das Geheimnis der gewaltigen Auswirkungen der Führerreden. Wenn ein ganzes Volk von 90 Millionen gewissermaßen die Antenne darstellt, die die Führerworte und Führergedanken auffängt und in sich aufnimmt, dann ist der Widerhall, der in die Welt hinausgeht, füglich ebenfalls der millionenfache. Wenn der Führer spricht, spricht Deutschland. Und mit Deutschland spricht das Recht. Wenn die plutokratischen Kriegsgangster sprechen, spricht ein Verbrecherklüngel jürischer und judenhöriger Geschäftemacher, sprechen Habgier, Heuchelei und Unrecht. Das ist der Unterschied. Kein Wunder, daß das Echo so verschieden ist.

Der Führer hat dem deutschen Volke in seiner jüngsten Rede hohes Lob gezollt. Wenn er es auf der einen Seite zum Fanatismus der Pflichterfüllung aufrief, so hat er ihm auf der anderen bescheinigt, daß es stark ist und kerngesund. Damit hat er zugleich festgestellt, daß die „Nervenkriegs“-Offensive, die der Feind gegen uns ins Werk setzte, und deren Ziel die Herbeiführung des für den 9. November angekündigten moralischen Zusammenbruchs Deutschlands sein sollte, siegreich abgeschlagen worden ist. Wohin man hörte in diesen Tagen, überall wo die Volksgenossen die Führerrede diskutierten — es geschah immer und immer wieder —, überall klang der Siegesglaube so überzeugend heraus, daß man wohl sagen kann, das deutsche Volk hat in den vergangenen schweren Monaten wie ein Steher im Ring gestanden. Es steht heute und künftig genau so fest wie bisher, unerschüttert in seiner Kampfkraft und in seiner Kampfstellung, obwohl es die Nervenbelastung der militärischen Rückschläge im Osten und die körperliche wie seelische Belastung der feindlichen Terrorangriffe zu ertragen hat. Hier zeigt es sich im Vergleich mit 1918, was die nationalsozialistische Idee und die nationalsozialistische Erziehung aus unserem Volke gemacht haben. Es hat nur ein überlegenes Lachen dafür, wenn es davon erfährt, daß die Agenten Englands in den besetzten Westgebieten jede Gelegenheit wahrnahmen, durch Bemalen der Wände und Zäune auf den erwarteten Zusammenbruch unseres Volkes hinzuweisen, um Franzosen, Belgier und Holländer aufzuputschen. Mit solchen Mätzchen darf man einem nationalsozialistischen Volke nicht kommen. Und die arrogante Aeußerung eines Briten, das deutsche Volk werde niemals imstande sein, Luftangriffe zu ertragen, wie sie seinerzeit London, Coventry und viele andere englische Städte erlebten, hat jenseits des Kanals längst einer Revision unterzogen werden müssen. Der Mann kannte das nationalsozialistische deutsche Volk nicht. Er wußte nicht, wessen eine Gemeinschaft fähig ist, die von Adolf Hitler geschaffen wurde und seines Geistes voll ist.

In uns wohnt der Glaube an den Sieg; inuns wohnt auch die Kraft zum Sieg. Der Führer hat uns keinen Zweifel darüber gelassen, welch ungeheuer schwere Aufgaben noch vor uns stehen. Wir wissen um die unerhörte Härte der Kämpfe an den Fronten. Wir wissen um die Furchtbarkeit des feindlichen Bombenterrors. Der Krieg auf den Schlachtfeldern ist schwer. Der Krieg, der in den Herzen ausgefochten wird, damit unsere Standfestigkeit nicht wanke, ist es nicht minder — für die deutsche Frau, deren der Führer in seiner Rede so besonders gedachte, vielleicht am schwersten. Aber die deutschen Frauen wie die deutschen Männer sprechen davon in einem anderen Ton, als es Churchill tat, wenn er soeben mit weinerlicher Stimme erklärte, England werde im Jahre 1944 den größten Bluteinsatz seiner Geschichte leisten müssen. Dort sprach die graue Sorge. Jawohl Herr Churchill, wir erinnern an das Führerwort, daß die Stunde der Vergeltung kommen wird und Hunderttausende von ausgebombten Deutschen eine furchtbare Avantgarde der Rache sind. Das britische Volk wird den Kriegsverbrechen an der Themse noch einmal an dieses Wort erinnern. Denn am Ende des größten Bluteinsatzes seiner Geschichte wird für England die Niederlage stehen. Am Ende der gewaltigsten Kraftanstrengung, die das deutsche Volk je hat aufwenden müssen, steht der deutsche Sieg.

Die Kraft aber, die uns diese Gewißheil gibt, umschrieb der Führer mit den Worten: „Wenn dieser Krieg einst beendet sein wird, dann werden die großen Lorbeeren mehr unserem Glauben und unserer Beharrlichkeit als der einmaligen Tatkraft und damit einzelnen Aktionen zuzuschreiben sein.“ Glaube und Beharrlichkeit aber sind uns eigen, weil wir Nationalsozialisten und Gefolgsmänner unserers Führers sind.

Oldenburgische Staatszeitung, 14.11.1943